Chronik - 5000 Jahre ägyptischer Geschichte - Neues Reich (ca. 1560 - 1070 v. Chr.) und Dritte Zwischenzeit
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Nach dem Sieg über die Hyksos beginnt die dritte Epoche, das Neue Reich. Theben ist nur noch religiöse Hauptstadt, die militärische Machtzentrale sitzt wieder in Memphis. Von neuem beginnt eine für Ägypten kulturell und künstlerisch große Epoche.
Das Neue Reich wurde Weltmacht und brachte in der 18. Dynastie auch die Pharaonen Amenophis III., Echnaton und Tutanchamun hervor. Mit König Ramses III. (20. Dynastie) regierte der letzte große Pharao. Während der Regentschaft von Herrschern wie Amenophis I und Thutmosis I wurden wissenschaftliche und künstlerische Besonderheiten geschaffen. Zu dieser Zeit entstand auch das Tal der Könige als neue Begräbnisstätte westlich von Theben. Mangels anderer Nachfolger regierte die Königin Hatchepsut über zwei Jahrzehnte. Unter den Nachfolgern drangen die Ägypter in den asiatischen Raum ein und überschritten den Euphrat.
Im Anschluss wurden mit diplomatischem Geschick Heiraten arrangiert; unter Amenophis III herrschte unbeschreiblicher Reichtum. Es wurden viele Großbauten errichtet. Amenophis IV, der späteren "Echnaton", führte den Monotheismus ein und veränderte die künstlerische Darstellung durch Einführung des Realismus. Doch schon bald wurde die vielfältige Götterwelt wieder eingeführt. Unter dem Feldherr und späterem Pharao Haremhab wurde die korrupte Verwaltung reformiert. Später errichtete Pharao Ramses II unzählige Baudenkmäler, wie den kolossalen Tempel von Abu Simbel. Nach der berühmten Hethitherschlacht, in der das ägyptische Heer fast unterging, versöhnten sich die Völker. In der folgenden Zeit wurde Ägypten vor allem durch immer neue Angriffe fremder Völker erschüttert. Die Spaltung Ägyptens in religiöse und weltliche Herrschaft schwächt das Land nachhaltig. Verschwendungssucht und Dekadenz führen das Land in die Krise, die "Dritte Zwischenzeit" (1070 - 767 v. Chr.). Das ägyptische Reich war am Verblühen und die Krise ließ das Großreich nicht wieder auferstehen.
