Chronik

Das ägyptiche Pantheon - Gesamtheit der Götter

 

Ogdoaden, Hebdomaden und Enneaden

OgdoadenMeistens bestanden diese Gruppen entweder aus 4 Paaren zu je zwei Gottheiten, oder aber aus zwei Vierergruppen, wobei ersteres häufiger der Fall war. Die Achtheit bestand aus folgenden Gottheiten: Amun und Amaunet, Gott und Göttin der Luft; Nun und Naunet, Gott und Göttin des Wassers; Heh und Hehet, Gott und Göttin der Unendlichkeit; sowie Keku und Kekuit, Gott und Göttin der Dunkelheit. Zusammen stellten sie das Herz des Thot dar. Die männlichen dieser Gottheiten hatten die Gestalt von Fröschen, wogegen die weiblichen dieser Gottheiten als Schlangen dargestellt wurden. Manchmal wurden diese acht Götter aber auch als Affen dargestellt, die die aufgehende Sonne anbeteten.
Das Hauptkultzentrum dieser Achtheit war das ägyptische Chmunu ("Stadt der Acht" , griech. Hermopolis), auch Chemenu genannt. Medinet Habu galt als der Geburtsort dieser acht Gottheiten. In griechisch-römischer Zeit wurde dieser Ort aller 10 Jahre von den Königen besucht, um ihren Ahnen zu huldigen.

Wie die Zahl vier war auch die sieben sehr wichtig in der ägyptischen Symbolik. Sie ergab sich aus der Summe von drei (Pluralität) und vier (Totalität). Im Bezug auf Gottheiten besaß z.B. der Sonnengott Ra sieben Bau-Seelen. Anderen Gottheiten seien "siebenfach" oder von siebenerlei Gestalt. Es gab 42 Richter beim Totengericht (42 = Vielfaches von Sieben) Sie repräsentieren die 42 Gaue von Ägypten. Die Gemeinschaft der Götter von Abydos bestand aus sieben Gottheiten. Weiteres Bespiel: Die sieben Kühe aus dem Totenbuch des Mai-her-peri (Spruch 148).

Die alten Ägypter kannten für die kosmischen wie menschlich-existenziellen Phänomene eine sich über vier Generationen erstreckende Götterneunheit, die in On (griech. Heliopolis) zusammengefaßt wurde. In den Pyramidentexten finden sich die unterschiedlichste Arten von Neunheiten: Die große Neunheit, die Kleine Neunheit, die Doppelte Neunheit, mehrfache Neunheiten und sogar die Sieben Neunheiten. Die Zahl symbolisiert als Dreifaches der Zahl Drei, also als Dreifaches der Pluraliät,
Da der ägyptische Ausdruck für "neun" das Wort "pesjedjet" war, hatte es auch eine allgemeine Bedeutung. Am häufigsten in der ägyptischen Götterwelt tritt die Neun im Zusammenhang mit der Neunheit aus Heliopolis auf. Urvater dieser Neunheit ist Atum, der sich selbst erschaffen hat. Nach der Überlieferung von On erhob sich Atum als Hügel aus den Urgewässern und brachte die Elemente Shu (Luft) und Tefnut (Feuchtigkeit) hervor. Dieses erste Götterpaar zeugte Geb (Qeb), der Erdgott und die Himmelsgöttin Nut.
Diese ersten beiden Paare erinnern an die vier Elemente (Shu als Feuer , Tefnut als Wasser, Geb als Erde und Nut als Luft), aus denen die stoffliche Welt zusammengesetzt sein soll. Von Geb und Nut stammen ab: Osiris und Isis, Seth und Nephthys. In einer anderen Variante wurde auch Horus der Ältere in die Neunheit miteingeschlossen und galt hier als Zweitgeborener nach Osiris.

Web-Tipp: faszination-aegypten.de