Kosmogonie von Heliopolis
Kosmogonien | Die Legende um Isis und Osiris
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Schauplatz dieser Schöpfungsgeschichte ist die Stadt Heliopolis ca. 3000 J. v. Chr. Sie gilt nicht nur als die älteste Schöpfungslehre, sondern auch als zentrale und klassische Schöpfungsgeschichte.
Am Anfang war eine unendliche Wasserfläche, die als Nun, das Chaos, bezeichnet wurde. Das Chaos ist nach ägyptischer Vorstellung kein Nichts, wie das griechische Wort "Chaos" es ausdrückt, sondern ein Urschlamm voller Keime möglichen Werdens. Aus diesem Urschlamm hatte sich, dem ägyptischen Schöpfungsmythos zufolge, Atum, der erste aller Götter, auf dem Urhügel (Ben-Ben) selbst hervorgebracht. Atum galt als König der Götter, als Garant der kontinuierlichen Erneuerung der Welt und als Herrscher der irdischen und himmlischen Sphäre.
Die Geschichte besagt, dass er ganz alleine war und sich mit seinem Schatten paarte. Er gebar Shu, indem er ihn ausspuckte, sowie Tefnut, seine Tochter, durch Erbrechen. Eine andere Version besagt, Atum habe mit Hilfe seiner Hand, die als das weibliche Element gelten kann, aus seinem Samen die Götter Schu und Tefnut erschaffen. Shu symbolisierte die Luft und Leere, Tefnut symbolisierte den Regen und die Feuchtigkeit und bildete die Atmosphäre.
Einer Geschichte zufolge wurde Atum längere Zeit lang von Shu und Tefnut getrennt. Als sie sich wieder fanden, weinte Atum Tränen vor Freude. Diese fielen auf den Boden und es sprangen Menschen aus ihnen hervor. So begann er mit der Erschaffung der Welt.
Schließlich gingen aus der Verbindung von Schu und Tefnut die beiden Götter Geb, die Erde und Nut, der Himmel, hervor.

