Echnaton

Mittelägypten - Assiut

 

In den 80er- und frühen 90er-Jahren versuchten islamistischen Fundamentalisten gewaltsam das Regime zu stürzen. Nach dem Attentat von Luxor sind die Sicherheitsvorschriften noch einmal verschärft worden. Heute lässt sich die Stadt wieder frei besuchen.

In der Provinz Assiut gibt es abseits der touristischen Trampelpfade, einiges zu sehen gibt. Im Alten Ägypten war Assiut der Hauptkultort der hundeartigen Gottheiten Upuaut und Anubis sowie die Hauptstadt des 13. oberägyptischen Nomos. Die Griechen tauften die Stadt in Lykopolis (>Wolfsstadt<) um. Nach der arabischen Eroberung lebte die Stadt Assiut in Wohlstand bis zur Zeit Mohammed Alis. Assiut lag am Ende des Karawanenweges, der nach Nubien, Sennaar, Dongola und Darfur führte.

Web-Tipp: Die Gaufürstengräber von Assiut der Johannes Gutenberg Universität

Von besonderer Bedeutung für die Geschichte des Endes der Ersten Zwischenzeit sind die Gräber von Iti-ibi und seinem Sohn Cheti I. In ihnen wird unter anderem von den kriegerischen Auseinandersetzungen Assiuts mit Truppen aus dem Süden Ägyptens berichtet, die unter thebanischer Führung standen. Alle Gräber wurden über mehrere Ebenen verteilt. In der nördlichen Grabstätte ist Cheti II. beigesetzt. Sein Grab gibt Auskunft über die Arbeiten am Bewässerungssystem, die er durchführen ließ, um die Nilüberschwemmung optimal auszunutzen. Ein weiteres Grab ist von Djefaihape (Djefai-hapi I.), dass zur Zeit Sesostris I. (12. Dynastie) angelegt wurde. Der Gaufürst starb in Nubien und wurde dort beigesetzt, sein Grab in Assiut blieb leer. Das Innere der heute noch erhaltenen Grabanlage ist über und über mit Malerei und in Stein gemeißelten Inschriften versehen. Eine lange Inschrift enthält die 10 Klauseln des Vertrages mit den Priestern, der den korrekten Verlauf der Bestattungszeremonie sichern sollte.

Deir el AdhraAssiut hat einen hohen Anteil an christlichen Kopten. Das Kloster Deir el Adhra (Kloster der Jungfrau) bei gabal al-Tayr nördlich von Minya ist eine veritable Festung im Fels, eines der großen koptischen Pilgerziele. Die Heilige Familie soll hier auf der Flucht vor Herodes Unterschlupf gefunden haben.

 

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