Mit der Feluke gelangt man vom Festland zur zweiten Nilinsel - Kitchener Insel, benannt nach Lord Horatió Kitchener (Earl Kitchener of Khartoum, (* 24. Juni 1850 in Kerry, Irland ; † 5. Juni 1916 westlich der Orkneyinseln) war britischer General und Politiker.), der hier bei seiner Expedition gegen den Mahdi-Aufstand wohnte. Den Namen aus der Kolonialzeit hört man heute nicht mehr gern und sie wird daher auch Geziret el-Nabatat (Pflanzeninsel), Botanical Island genannt. Die Insel selbst lädt zu einem Spaziergang in dem berühmten botanischen Garten mit afrikanischen und asiatischen Pflanzen ein. Eintritt 5 £E. Legen Sie Ihren Besuchstag nicht auf einen Freitag, da an diesem Tag die Insel fest in Hand der Einheimischen ist.
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Kitchener Insel und Insel Elephantine
Insel der Pflanzen
Abu (Ab (Elefant), Abu oder Yebu), der Altägyptische Namen Assuans, bedeutet ’Elefant’ und ist auf den regen Handel mit Elfenbein zurückzuführen, der hier in der Antike betrieben wurde. - Die Griechen nannten Assuan Syene, da sie den Granitfelsen als Syenit bezeichneten, ein Name, der heute für ein anderes Material benutzt wird. Ursprünglich erstreckte sich Assuan auch über die Nilinseln, darunter als größte die Insel Elephantine, auf der das Marktzentrum lag. Elephantine ist ca. 1500m lang und 500m breit und ist am besten mit einem Boot (bevorzugt Segelboot) zu erreichen. Sie bildete einen natürlichen Schiffspassage Punkt für den Flusshandel; die Insellage machte sie zu einem wichtigen strategischen Verteidigungsplatz. Sie ist das Hauptziel der Reisenden und droht darum, durch den Ansturm der Touristen ihrer Idylle allmählich beraubt zu werden. Auf der Insel liegen die zwei nubische Dörfer, Siou und Koti, deren Bewohner nubisch sprechen und ihre nationalen Traditionen pflegen. Elephantine stand unter dem Schutz des widderköpfigen Gottes Chnum und seiner Gattin Satis.
Elephantine war die Hauptstadt des 1. oberägyptischen Gaus Ta Satet ("Erde der Satet"). Zwischen den beiden Dörfern hat die gut englisch sprechende Lehrerin Asmaa mit ihrem Fremdenführenden Mann in ihrem Haus ein kleines Museum namens Animalia (Tel. 010545 6420) mit Gebrauchsgegenständen und ausgestopften Tieren - fast die gesamte Inselfauna ist vertreten - eingerichtet. Auf der Dachterrasse kann man Tee trinken und dabei den Blick auf die umliegenden Felder genießen.
In der Villa des britischen Ingenieurs, der den ersten Assuan-Damm baute, sind Funde von der Insel ausgestellt. Außer der archäologischen Fundstätte befinden sich heute auf der Insel das Assuan-Museum, ein Luxushotel der Mövenpick-Gruppe sowie zwei Dörfer mit nubischen Einwohnern. Mit der Hotelfähre kann man zurück zur Stadt schippern. An Relikten sind lediglich der Nilometer (arab. miqyas) aus der römischen Epoche erhalten. Er besteht aus einem schrägen Treppenschacht mit 90 Stufen. Die zum Fluss hinabführenden Stufen sind mit arabischen, römischen, und Hieroglyphen Zahlen markiert, und Inschriften belegen, dass der Fels in der 17. Dynastie bearbeitet wurde. An den seitlich eingemeißelten Mess-Skalen wurde der Wasserstand des Nils abgemessen. Je nach Höhe fiel die Ernte und die Steuerabgaben aus. Das Erreichen der sechzehnten Elle (nach arabischem Maß, entspricht der vierzehnten von Plinius) war ideal und wurde in einer Zeremonie gefeiert . Stieg der Nil höher als die sechzehn Ellen des Überfluss, drohten katastrophale Überschwemmungen. Aus den Aufzeichnungen der Zeit geht hervor, dass etwa jedes fünfte Jahr entweder zu viel oder zu wenig Wasser mit sich brachte.