Ägypten

Oberägypten - Die Nekropole von Theben West

 

Am Westufer des Nils liegt die Nekropole, die Totenstadt. In Theben-West liegen, mit Ausnahme von Theben-WestEchnaton, alle Pharaonen des Neuen Reiches. Im Gegensatz zu früheren Epochen wurden die Gräber von den Kultstätten getrennt; sie beherbergten nur die Sarkophage mit den Mumien und den Grabbeigaben. Man legte Felsengräber an, die ein bis zu 300 m langes und in der Regel bis zu 20 m tiefes Stollen-System aufweisen. Durch verschiedene Sicherheitseinrichtungen versuchte man, die Gräber vor Räubern zu schützen, dennoch wurden ausnahmslos alle schon einmal von systematisch vorgehenden Grabräubern geöffnet und meistens auch ausgeraubt.

Um weitere Plünderungen zu verhindern, ließ schon in der 21. Dynastie Pharao Pinodjem II. die Reste von Königsmumien und Grabausstattungen in einer versteckten Kammer, der sog. Cachette, unterbringen. Theben-WestDiese Cachette, eine Kammer von 7 m Länge, die man über einen 12m tiefen Schacht und einen 70 m langen Gang erreichte, wurde erst nach mühseligen Nachforschungen 1881 gefunden. Auch die Funktion der Totentempel hatte sich im Neuen Reich gewandelt: Sie waren nicht mehr nur Kultstätten, sondern sie unterhielten auch Schulen und Bibliotheken, in denen junge Beamte ausgebildet wurden.

Alle Fotos: © Janka Heissinger

 
 

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