Rotes Meer - Wüstentouren und Sternegucker
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Die weite, ungeheure Wüste am Roten Meer ist in Wirklichkeit ein aufregender Abenteuerspielplatz. Von Hurghada, Makadi Bay, Soma Bay, El Gouna und anderen Urlaubsorten aus bieten sich Halb- oder Ganztagsausflüge in die Wüste geradezu an. Wie wäre es mit einem Kamelritt, mit Quad Biking, Sandsegeln, einer Wüstensafari im Geländewagen, einem Abstecher in ein Beduinendorf, dem Rauchen einer traditionellen Wasserpfeife oder einem Grillabend unter funkelnden Sternen? Ein Tag reicht auch aus, um die Wüste nach Luxor zu überqueren. Am Roten Meer wird die reizvolle Kulisse aus Wüste und Bergen – der höchste, der Shayib el Banat, misst 2187 Meter – auf vielfältige Weise vermarktet. Noch sind die Touren hier aber weniger auf Aktivurlauber ausgerichtet als auf dem Sinai. Das größte Abenteuerangebot gibt es naturgemäß in Hurghada, aber auch in allen anderen touristischen Orten kann man Touren buchen.
Wundersamer Wüstenbaum
Mitten in der Trockenheit der Wadis findet man ab und an einen Baum mit frühlingshaft grünen nadelähnlichen Blättern: Er gehört zur Familie der Kasuarinen. Der Wüstenbaum bezieht sein lebensnotwendiges Wasser aus der Luft, das während der kühlen Nächte freigesetzt wird. Die Beduinen schätzen den weißlichen Saft, den die Blätter enthalten, als wirkungsvolles Sonnenschutzmittel. Seine nussähnlichen Früchte gelten als Abführmittel.
Dinner unterm Sternenzelt
Ein Klassiker ist zum Beispiel ein abendlicher Ausflug zu einem Beduinenlager. Diese Geländetour bringt Sie direkt in die Wüste. Mutige können sich dann für etwa 10 Minuten auf einem Kamel vergnügen. Nach dem Sonnenuntergang wird ein Barbecue nach Beduinenart serviert. Wichtig: Feste, geschlossene Schuhe, Kappe oder Kopftuch - Hitze - mitnehmen. Schwangere und Personen mit Rückenbeschwerden, sollten nicht an dieser Tour teilnehmen. Kostenpunkt ca. 35 Euro.
Quad-Touren
Mit einem Quad, einer Art Motorrad auf vier Rädern, über die Dünen zu brausen, ist für viele sicher die spaßigste Art, die karge Landschaft zu erkunden. Das Angebot reicht von Ausflügen bis zu mehrtägigen Touren. Aber: Massen-Trips zu „künstlich angelegten Beduinencamps" mit Barbeque aus dem Supermarkt in Form einer Massenfütterung? Gruppen bis zu 40 Quads mit Schrittgeschwindigkeit und in einer Reihe hintereinander, um an angeblichen Beduinencamps auf weiteren Besucher zu treffen?
Jeep-Safaris
Mit dem Geländewagen kann man auf Sand- und Schotterpisten bis ins Herz der Wüste vordringen – ein garantiert ziemlich staubiger und holpriger Spaß, der Stunden, aber auch mehrere Tage dauern kann.
Nationalpark Wadi el Gemal ("Tal der Kamele")
Er liegt ganz im Süden etwa 40 km nach Marsa Alam. Der Park ist ein Schutzgebiet und umfasst etwa 100 km der atemberaubenden Küste (tropische Palmenhaine, Mangrovenbuchten, paradiesische weiße Sandstrände) sowie im Landesinneren der Ostwüste ein 60 km langes Wadi (trockenes Flussbett). Seine Attraktionen: mangrovenbewachsene Buchten, üppige Palmenhaine und weiße Sandstrände, imposant geformte Berge und das 60 km lange Wadi. Hier leben gefährdete Tierarten wie die Dorkasgazelle, der Nubische Steinbock oder der Afrikanische Wildesel. Wer übernachten will: 2005 wurde hier das Zelt-Camp Fustat Wadi el Gemal Eco-Lodge eröffnet, die die genauen Vorschriften der Umweltbestimmungen in Ägypten einhält sowie das erste Camp mit Zelten, das je in einem ägyptischen Nationalpark errichtet wurde. Die Eco-Lodge bietets auch geführte Wanderungen und Kamelritte durch den Park anbietet. Der Ausritt wird bei Sonnenuntergang unterbrochen für eine typische Kaffeezeremonie in der Wüste, bei der auch ein Fladenbrot in der Glut eines offenen Feuers gebacken wird. Die Rückkehr unter dem eindrucksvollen Sternenhimmel wird von nubischen Gesängen begleitet.
Extra-Tipp
Eine besonders schöne Wüstenroute, auf der früher die Karawanen unterwegs waren, führt von Quseir nach Oft durch das Wadi Hammamat. Der Autobus braucht rund drei Stunden für die einfache Strecke, für Privatwagen ist dieser Weg gesperrt.



