Sinai Halbinsel - St. Katherine und Mosesberg
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St. Katherine - zeitlos schön
15 Meter hoch sind die Granitmauern, die das älteste ununterbrochen bewohnte Kloster der Christenheit umgeben. Es wird von griechisch-orthodoxen Mönchen betrieben und ist wegen seiner exponierten Lage zugleich eigenständiges Bistum, das kleinste der Welt. Das Ziel ist ausgesprochen beliebt - oft kommen viele Hundert Gäste am Tag in das von Kaiser Justitian gegründete Gemäuer.
Strenge Möche
Besucher sollten wissen, dass ihnen nur ein kleiner Teil des Klosters zugänglich ist und die Mönche erwarten, dass man in angemessener Kleidung (lange Hosen, keine ärmellosen Hemden) erscheint. -
Die Mönche achten auf exakte Öffnungszeiten: tgl. 9-12 Uhr außer Fr, So und an bestimmten Feiertagen, deren Daten unter der Tel.-Nr.: 02-482 85 13 bzw. Fax: 02-482 58 06, beides in Kairo, erfragt werden können. Anmeldung zur Besichtigung von Kapelle und Bibliothek erfolgen ebenso unter diesen Nummern.
Auch wohnen kann man in dieser abgeschiedenen Gegend: in rund zwei Kilometern Entfernung im St. Catherine Tourist Village. Nach vorheriger Anmeldung können Sie im Gästehaus des Klosters (Anmeldung 18-19 Uhr, Untere Preisklasse) übernachten, im St. Catherine Tourist Village (Mittlere Preisklasse) oder im Hotel El-Salam (Mittlere Preisklasse).
Frühe Besichtigung
Das Katharinenkloster ist eines der großen Sinai-Highlights. Da es nur vormittags zu besichtigen ist - und das auch nicht jeden Tag! -, empfiehlt es sich früh da zu sein, bevor die Touristenbusse anrollen.
Mosesberg
Als Berg Horeb, der Ort der Gesetzgebung, wird heute der Berg Sinai (Gebel Musa) am Katharinenkloster verehrt. Zwei Hauptwege führen hinauf: Der beschwerlichere, Weg über die Pilgertreppe (ca. 2500 Stufen) und an der schlichten Eliaskapelle (2097 m) vorüber führende soll bereits im 6.Jh. nach Chr. angelegt worden sein, der zweite führt über die unvollendete Straße des `Abbas Pascha`. Es besteht ferner die bequeme Möglichkeit des Kamelrittes. Ein Aufstieg zum Mosesberg beginnt um etwa 3:00 Uhr morgens! Startpunkt ist das Katharinenkloster - den Weg kann man auch nicht verfehlen, einfach nur den Menschenmassen folgen. Um auf den Gipfel zu kommen muss ein, etwa 2,5 bis 3 Stunden dauernder, Fußmarsch in Kauf genommen werden. Gut 70 Prozent des Weges ist ein recht breiter Weg, der Rest besteht aus Steinstufen unterschiedlicher Größe und Höhe! Oben angelangt herrscht meist ein großes Gedränge um die schönsten Plätze. Nur ein wenig aufpassen sollte man schon, teilweise geht es 300 Meter steil hinab. Der Sonnenaufgang ist schon recht beeindruckend. Die Besteigung dauert in jedem Falle 3 Stunden (hin und zurück). Zählen Sie beim Besteigen des Mosesbergs ruhig die 3750 Büßerstufen mit – die Aussicht vom Gipfel ist die Mühe wirklich wert!
Anreise
Flugverbindung von Kairo sowie von Israel zum Flughafen `Berg Sinai ; von dort Tranfer durch ägyptische Gesellschaften. Straßenverbindung von Suez zum Flughafen; von dort ebenfalls Transfer. Das weltberühmte Katharinenkloster liegt in etwa 1500 m Höhe am Fuße der steilen Granitwände des Gebel Musa (Mosesberg) oder Sinai-Berges im Wadi Schuaiba. Nach der Überlieferung war dies die Stelle des Brennenden Dornbusches und ebenso der Quelle, an der Moses die Tiere seines Schwiegervaters Jethro tränkte. Das festungsartige Äußere des Klosters zeigt trotz wiederholter Umgestaltungen noch im wesentlichen das Bild aus der Zeit seiner Gründung. Die Klosteranlage steht auf annähernd quadratischem Grundriß von 85 x 76 m Seitenlänge und ist von 12-15 m hohen, 1,65 m dicken Mauern umschlossen. Geistiger Mittelpunkt des Klosterareals ist die Kirche der Verklärung, mit ihrem alles überragenden Glockenturm. Seine Glocken wecken morgens mit 33 Schlägen, sinnbildlich für die 33 Lebensjahre Christi.
Die Oase Feiran
60 km westlich des Katharinenklosters - Grün, soweit das Auge reicht - das Wadi Feiran ist eine außergewöhnlich schöne und große Oase, die leider ein permanentes Problem mit herumliegenden Müll hat. Tamarisken, Dattelpalmenhaine und Obstgärten machen Oase zur Idylle, rund 1000 Menschen leben hier heute. Das Wadi, das bei den Beduinen (wie auch bei den frühen Christen) als das biblische Refidim gilt, als der Ort, an dem Moses mit dem Stab Wasser aus dem Felsen schlug, wo die Israeliten ihr Lager aufschlugen und später gegen Amalek kämpften. Besonders schön ist der Garten des griechisch-orthodoxen Nonnenklosters (Besichtigung vormittags) der Oase. Schon im 3. Jahrhundert siedelten sich in der Oase Feiran Christen an, sogar ein Bischofssitz gab es zeitweise in der befestigten Siedlung. Der Bischof von Feiran unterstand einerseits dem Patriarchen von Jerusalem, andererseits galt er als Schutzherr des Katharinenklosters. Heute findet man hier die Ruinen von fünf Kirchen.



