Red sea, Rotes Meer

Rotes Meer - Kulturistische Sehenswürdigkeiten

 

Das Hinterland der Rotmeerküste punktet mit spannenden und noch relativ wenig besuchten Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel den ältesten Klöstern Ägyptens.

Vom Antonius- zum Pauluskloster (arabisch Deir Anba Bula) führt ein schwieriger, mehrere Stunden dauernde Fussweg. Diesen Pfad darf man alleine nicht gehen, sondern nur mit einem erfahrenen Führer Paulusklosteraus den reihen der Mönche. Das Kloster ist kleiner, einfacher als das nur 25 Kilometer entfernte Antoniuskloster, aber imposant gelegen im Tal des Wadi Deir. Von der Mauer, die das Kloster umgibt, kann man bis zum Gebel Musa auf der Sinai-Halbinsel sehen. Für Gäste gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten (Frauen dürfen Ostern nicht in das Kloster). Innerhalb der hohen Mauern führt das kleine koptische Kloster ein von der Außenwelt weitgehend unabhängiges Leben - samt eigener Landwirtschaft und Viehzucht.

Das Antoniuskloster, arabisch Deir el Qaddis Antwan wurde im Jahre 356 kurz nach dem Tod des Heiligen Antonius gegründet und ist das älteste und größte koptische Kloster Ägyptens. Er wird heute als Antonius Antoniusklosterder Heilige oder auch der Große verehrt und gilt als Patron der Verfolgten und der Haustiere. Es liegt am Fuße des bis zu 1464 Meter hohen Galala-Plateaus unterhalb der Höhle, in der der Einsiedler lebte. Von dort hat man einen traumhaften Blick auf Berge und Meer. Das Wüstenkloster wirkt mit seinen Höfen und Gassen wie ein Museumsdorf, ist aber noch heute bewohnt. Berühmt sind die mittelalterlichen, byzantinischen Fresken in der Grabeskirche des Antonius. Um sich einen Überblick zu verschaffen, geht man am besten die Hauptgasse nach oben. Prunkstück der Anlage mit ihren Lehmhäuschen, Gärten und Gassen und einer neuen Kirche ist die dreischiffige St.-Antoniuskirche aus dem 6-Jh. Das Antoniuskloster liegt südwestlich von Zafarana zwischen Suez und Hurghada und ist von der Küstenstraße her ausgeschildert.

Etwa hundert Kilometer von El Gouna bzw. rund 60 km westlich von Safaga entfernt findet man den Steinbruch aus römischer Zeit. Zwischen dem ersten und dritten Jahrhundert wurde hier von den Römern Granit, hellgrauer Gneis mit schwarz-grünen Färbungen, abgebaut. Zum Teil wurde der Granit in Bauten vor Ort verwendet, doch wurde der größere Teil in die Heimat verschifft, um dann in Prachtbauten der Römer verarbeitet zu werden. Die Römer nannten den Granit Marmor Claudianum.

5 km nördlich Hurghadas zweigt eine nur mit Allradantrieb befahrbare Piste nach Westen zum Mons Porphyrites ab. In den Bergen haben sich die Römer einst in riesigen Steinbrüchen mit buntem Urgestein für ihre Prachtbauten eingedeckt. Bei den Steinbrüchen des Mons Porphyrites wurde kostbarer roter und schwarzer Porphyr abgebaut, der für Säulen, Statuen und Sarkophage verwendet wurde. Zu besichtigen sind die Ruinen von Tempeln und Arbeitersiedlungen.

 

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