Ägypten - Sinai Halbinsel
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Die faszinierende Landschaft des Sinai und das herrliche Meer bieten sich geradezu an für Ferien während des ganzen Jahres. Das Gebiet wurde erst im letzten Jahrzehnt als Urlaubsziel entdeckt. Das Klima, die unvergleichliche Unterwasserwelt, die teilweise noch immer unberührten Strände, die noch ursprüngliche Landschaft und Natur finden immer mehr Freunde. Der Sinai liegt zwischen dem afrikanischen Kontinent und der arabischen Halbinsel. Die ca. 60.000 km² große Landmasse ragt bis ins Rote Meer hinein. Sie wird zu Asien gerechnet. Die Sinai-Halbinsel ist im Süden vom Golf von Aqaba und dem Golf von Suez, wie in einer Astgabel gehalten, deren Stamm das Rote Meer bildet. Im Westen wird die Sinai Halbinsel durch den 1869 eingeweihten Suezkanal begrenzt, im Norden durch das Mittelmeer, im Nordosten durch die Grenze nach Israel.
Der Name Rotes Meer stammt von einer Blaualge, die das Wasser gelegentlich rot färbt. Die Halbinsel hat eine Länge von 2.200 Kilometern und eine Breite von 250 bis 350 Kilometern. Umschlossen wird es von Ägypten, Israel, Jordanien, Saudi - Arabien und dem Sudan. - Die ausgedehnten Wüsten längs der Küsten bewirken eine sehr hohe Verdunstung bei gleichzeitig geringer Süsswasser Zufuhr. Die Sinai-Halbinsel gehörte bis 1906 zum Osmanischen Reich, danach zu Ägypten. Im Sechstagekrieg von 1967 wurde die Halbinsel von Israel besetzt. Nach dem Friedensvertrag von Camp David 1979 wurde sie 1982 an Ägypten ganz zurückgegeben. Vor allem Beduinen (etwa 21 Stämmen) und von nicht-beduinischen Ägyptern wird der Sinai bewohnt. Diese nicht-beduinischen Ägypter zieht es vor allem wegen der Arbeit auf die Sinai-Halbinsel, da dort der Tourismus ausserordentlich boomt.
Während die umgebende Wüstenlandschaft kaum Vegetation bietet, ist das Leben unter Wasser sehr vielfältig. Überall findet man bunte Korallenriffe und großen Fischreichtum. Das Rote Meer zählt zu den berühmtesten Tauchrevieren der Welt. Gerade für Taucher aus Europa ist es das Tauchreiseziel Nummer Eins, da es das am leichtesten zu erreichende Korallenmeer ist und zudem immer noch relativ günstige Preise geboten werden. Es gibt Unterkünfte für absolut jeden Geldbeutel, inklusive jeder Menge Luxushotels. Und im Hinterland locken traumschöne Wüstenlandschaften mit breiten Wadis, schmalen Canyons, fruchtbaren Oasen und schroffen Bergen – der höchste ist der Katharinenberg (2637 Meter). All das macht aus dem Sinai ein herrliches Ziel nicht nur zum Tauchen und Schnorcheln, sondern auch für Wanderungen und Kamelritte, Jeep-Safaris und Quad-Touren.
Geschützte Schätze - Im Süden der Sinai-Halbinsel gibt es fünf Naturschutzgebiete, vier davon liegen an der Küste: der Ras-Mohamed-Nationalpark, weiter nördlich die Schutzgebiete von Nabq und Ras Abu Galum sowie vor der Küste das Gebiet um die Insel Tiran. Nummer fünf ist das Naturschutzgebiet rund um das Katharinenkloster und seine biblischen Orte. Et Thi ist der Name der Sandwüste Sinais. Es ist ein Schichttafelland zwischen Nordsinai und dem Gebirge Südsinais. Mit 20 bis 50 mm Niederschlag pro Jahr handelt es sich dabei um die unwirtlichste Gegend der Halbinsel. Dagegen ermöglichen Niederschläge von 150 bis 200 mm im Südsinai Nomaden, ihr Vieh in Wadis und an Berghängen weiden zu lassen. Et Thi umfaßt mehr als die Hälfte der Landfläche des Sinai.



