Gizeh

Die Pyramiden von Dahshur

 

Das Gräberfeld von Dahshur befindet sich am linken Nilufer, 26 km südöstlich von Gizeh. Lange Zeit war es für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da in militärischen Sperrgebiet gelegen. In Dashur stehen in Gruppen entlang dem Nil zwei Steinpyramiden aus der 4. Dynastie und drei Pyramiden aus Nilschlammziegeln aus der 12. Dynastie, dazu Reste einer Stadt des Alten Reichs.

Snofru (Snefru, Sneferu), 4. Dynastie, baute während seiner Regierungszeit drei Pyramiden. Er herrschte ca. 24 Jahre, wenn nicht sogar noch länger. Leider weiß man heute recht wenig über diesen König, über den man berichtet, er sei der größte Baumeister der ägyptischen Geschichte gewesen.
Wie Djoser, war auch er ein gütiger und großzügiger Herrscher. Er trug unter anderem den Beinamen "Wohltäter im ganzen Land".

Knick(-Bent)pyramideDie berühmte Knick(-Bent)pyramide (4.Dynastie) ist ganz im Süden von Dahshur. Sie weist einen zweifachen Neigungswinkel auf, so daß dort, wo sich der Winkel von 54° 27’ auf 43° 22’ ändert, ein augenscheinlicher Knick zu erkennen ist. Die Pyramide hat eine Höhe von ca 105 m und eine Basislänge von 188 m. Die Aussenwände sind unten mit Tura-Kalkstein verkleidet. Darüber fehlt die Verkleidung. Sie besitzt zwei Eingänge, die zu zwei (nicht zugänglichen) Kammersystemen führen.

Web Tipp: de.wikipedia.org/wiki/Knickpyramide; Fotos:© Jon Bodsworth und Janka Heissinger

Amenemhat (Ammenemes) war ein Pharao der inneren Reformen. Er begann mit dem Bau des parallel Amenemhat (Ammenemes)zum Nil verlaufenden Bahr Jussuf (Josefs-Kanal) und mit der Nutzung des Fayum als landwirtschaftlicher Fläche. Nachweisbar sind auch Handelsbeziehungen mit Kreta und dem Libanon, sowie im 28. Jahr eine Expedition nach Punt. Amenemhet II errichtete seine Pyramide auf dem Gräberfeld von Dahschur in der Nähe der roten Pyramide des Snofru. Wie bei seinem Vater besteht die stark verfallene Pyramide (12. Dynastie) aus einem sternförmigen, hellen Kalksteinmantel mit acht Spitzen sowie einer Sand -und Ziegelsteinfüllung („Weiße Pyramide“). Der heute unzugängliche Eingang im Norden öffnete sich auf einen geraden Gang, der zur Grabkammer auf zwei Ebenen führte, wo der Königssarkophag aus Sandstein gefunden wurde. Im westlichen Teil bargen mehrere Gräber - unter anderem jenes der Prinzessin Chnumet - kunstvoll gefertigten Schmuck und Diademe (Museum Kairo).

Sie erreichte eine Höhe von ca. 105 m, bei einem Winkel von 43 Grad und einer Basislänge 220 m. Sie wurde ebenfalls von Snefru in Auftrag gegeben. Die Aussenverkleidung wurde in der Vergangenheit abgebrochen. Die dadurch freigelegten inneren Steine haben eine rote Färbung, deshalb der Name. Der Zugangskorridor zur Nord- oder Rote Pyramide Grabkammer geht von der Nordseite aus und läuft auf eine Zimmerreihe von drei rechtwinkligen Kammern aus.

Der Bau aus der 12. Dynastie bildete eine Pyramide mit einer Basisseitenlänge von 104m und einer Höhe von 81m. Die Spitze wurde aus schwarzem Granit gekrönt. Die Pyramide wird ebenfalls "Die Schwarze" genannt, weil die Kalkstein-Ummantelung fehlt. Der Bau ist nur noch ein Klotz aus Nilschlammziegeln, der aus einer Amenemhet III.Anhäufung aus Sand und Geröll herausragt. Bereits während des Baus mußten an der Pyramide aufgrund von Strukturproblemen Restaurationsarbeiten vorgenommen werden. Schließlich wurde sie zugunsten der Pyramide von Hawara aufgegeben, wo der Pharao bestattet wurde. Südlich der Pyramide lagen einst der Totentempel und das Labyrinth, eine Anlage von Säulenhöfen und angegliederten Räumen. Sowohl die Gebäude als auch das Labyrinth dienten bereits zur römischen Zeit als Steinbruch. Deswegen ist von der Grossartigkeit der Anlage heute nicht mehr viel zu sehen.

SesostrisDie 30 m hohe Pyramide aus schwarzen Nilschlammziegeln (12.Dynastie) besaß einst eine Kalkverkleidung. Die Höhe betrug ursprünglich 78 m, die Seitenlänge der Basis 100 m. Ein unterirdischer Gang im Nordosten verband vier Gräber im Norden der Pyramide. Dort fand De Morgan den Schmuck der Prinzessinen Sat-Hathor und Mereret, der heute im Juwelensaal des Museums in Kairo ausgestellt ist. Sesostris III. ist der 5. König der 12.Dynastie und gehört damit zu der Ära des Mittleren Reiches. Er ist Nachfolger Sesostris II. - Zwei Frauen sind als seine Gemahlinnen bekannt: Chenmetneferhedjet und Nofrethenut. Insgesamt hatte Sesostris vier Töchter: Senetsenebtisi, Menet, Sathathor und Merit.

 

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