Gizeh

Die Pyramide des Menkaure

 

MenkaureMykerinos (auch Menkaure) war der Sohn Chephrens. Seine Pyramide, die kleinste und unvollständige, hat eine Höhe von 66 m und ist 108 m breit. Um jedoch seine Größe angemessen zu zeigen, lies er seine Pyramide nicht mehr mit gewöhnlichen Kalksteinplatten verkleiden, sondern bedeckte sie vollständig mit polierten Granitplatten, deren Herstellung ein Vielfaches an Aufwand bedeutet. Die Pyramide ist derzeit geschlossen. Im Jahr 1500 hatte sie noch ihre schöne Verkleidung, heute ist fast alles fortgetragen. MenkaureVom Totentempel, der noch im Jahre 1700 intakt war und aus Blöcken von einem Gewicht bis zu 200 Tonnen errichtet wurde, bleiben nur noch wenig Ruinen. Auch zu seiner Zeit stand die Anlage von Mykerinos nicht unter einen guten Stern: vorzüglich erbaut, mußte sie in Eile vollendet werden, so daß verschiedene Teile mit Rohziegeln vervollständigt wurden und sehr bald verfielen.

MenkaureMit höchster Wahrscheinlichkeit war nur die erste Pyramide glatt mit rosa Granit verkleidet. Vielleicht war diese Pyramide für die Königin Kharmer-Nehty II. bestimmt, die Gattin des Mykerinos. Die Grabstätte erinnert an die Legende, die sich um die Königin rankt. Bis zum vorigen Jahrhundert erzählte man sich, daß ihre Pyramide verhext sei. In der Mittagsstunde irre die Gestalt einer nackten Frau von außergewöhnlicher Schönheit in der Wüste umher. Wer sie südlich der Mykerinos-Pyramide in der Wüste sucht, wird zumindest mit dem berühmten Sieben-Pyramiden-Blick auf das Gesamtensemble von Gizeh entschädigt.

Bilder : Kammer mit fünf Nischen, Erste Kammer der Pyramide, Menkaure-Pyramide,
alle Fotos: © Jon Bodsworth

 

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