Gizeh

Die Pyramiden von Gizeh

 

"Wir sind in einer Art Betäubung erstarrt. Der Schnee der Sterne fällt auf die Pyramiden, auf die Sphinx, auf die Sanddünen, auf uns und auf die Kamele. Mein Führer zupft mich am Ärmel.
Wir müssen zurückkehren, man soll sich nicht übersättigen an einem Anblick, dem die Weltberühmtheit kein Geheimnis entzieht." - Jean Cocteaus

Die Pyramiden und der Sphinx von Gizeh sind ein Höhepunkt jeder Ägyptenreise. Die Pyramiden von Gizeh Sonnenbarkegehören zu den einzigen noch erhaltenen Sieben Weltwundern aus antiker Zeit. Wissenschaftler rätseln bis heute über die geheimnisvolle Entstehung dieser gigantischen Bauwerke. Gewaltige Monumente aus grauer Vorzeit, geheimnisumwittert und von Mythen belebt. In einen halben Tag kann man die Stätte auf dem Pferderücken umrunden, ins Innere der Cheops-Pyramide vordringen und das SonnenbarkeMuseum der Sonnenbarke besuchen. Es handelt sich um die Grabmäler von Cheops (die griechische Entsprechung des ägyptischen Khufu), Chephren (Khafra) und Mykerinos (Menkaua), entstanden zur Zeit des Alten Reiches, 4.Dynastie, etwa 2575-2467 v Chr.

Sie gelten als Höhepunkte in der Entwicklungsgeschichte königlicher Grabmäler vom Mastaba-Grab über MastabaStufen- und Knickpyramide zur nun ausgereiften, stereometrisch vollkommenen Form. Alle stehen an der Grenze vom Fruchtland zur Wüste dort, wo nach altägyptischer Auffassung das Totenreich beginnt, im Westen. Eine ägyptische Pyramide war stets eine den und ihren Gemahlinnen vorbehaltene Grabstätte. Errichtet wurden sie nicht von Sklaven, sondern von den Bauern des Niltals, die sowohl in der Zeit der Trockenheit wie auch in der der Überschwemmung `arbeitslos` waren. Pyramiden wurden im Alten Reich (3. bis 6. Dynastie) sowie im Mittleren Reich (11. bis 12. Dynastie) gebaut, und zwar, von wenigen kleineren Exemplaren abgesehen, nur in Unterägypten.

Zur königlichen Grabanlage gehörte neben der eigentlichen Pyramide noch ein Totentempel, eine kleine MastabaNebenpyramide (mit einer kultischen Funktion) und ein Prozessionsweg. Dieser Weg führte zum Empfangstempel, auch Taltempel genannt, der am Wüstenrand am Fuße des Plateaus gelegen und durch ein Becken oder einen Kanal mit dem Nil verbunden war. Die symbolische Bedeutung der Pyramide ist vielfältig. Sie ermöglichte in der altägyptischen Vorstellung den Aufstieg des verstorbenen Pharao zum Firmament, damit er sich dort mit der Sonne vereinigen konnte. Ihr gesamter Bedeutungsgehalt konnte jedoch bisher Trialpassagenicht geklärt werden, was darauf zurückzuführen ist, daß die Monumente bis zum Ende der 5. Dynastie keinerlei Inschriften enthielten. Zur Identifizierung der Verstorbenen sind dennoch genügend Hinweise vorhanden, wenn auch in den meisten Grabstätten kaum eine Spur der Mumien oder der Grabbeilagen mehr vorhanden war.

KultpyramideZur Anfahrt bietet sich ein günstiger Kompromiss an: mit der Metro bis zur Station Universität in Giseh, oder bis Midan Giseh fahren und per Taxi zu den Pyramiden (ca. LE 7), das ist billiger und vor allem schneller als per Taxi aus dem Zentrum. Oder mit dem Bus ab Midan Tahrir (nähe Nile Hilton) und fährt etwa 20 Minuten. Preise für Besichtigungen: Giseh Pyramiden: Grundpreis 50 LE, Cheops Pyramide zusätzlich 100 LE (nur noch 150 Besucher pro Halbtag, ab 13 Uhr - ist meist nicht so schnell vergeben wie das am Vormittag), Sonnenboot zusätzlich 40 LE, Chephren Pyramide zusätzlich 25 LE, Mykrinos Pyramide zusätzlich 20 LE.

Bilder von oben nach unten: Sonnenbarke, Familienmitglieder in Idu`s Mastaba, Statue von Qaa und Familienmitglieder, Nordeingang-Trialpassage, Khufus kleine Kultpyramides - Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung: © Jon Bodsworth

 

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