Die Inseln Gezira und Rhoda
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Gezira Island
Durch Sandanschwemmungen entstand die Nilinsel Gezira. Ihre Form ändert sich ständig. Bis 1830, als Mohammed Ali im nördlichen Teil einen Palast und ein Quartier für seine Wachsoldaten errichten ließ, war die Insel unerschlossen geblieben. Der Khedive Ismail ließ auf der Nilinsel Parkanlagen, Seen, eine Zoo und Pavillons errichten. 1872 wurde die Brücke Kasr el-Nil eröffnet, die die Insel mit dem Festland verbindet. Die Insel Gezira besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Bezirken: Gezira, in dem sich das Opernhaus und das Kunstmuseum befinden, und Zamalek, dem Wohnort von Diplomaten und reichen Ausländern mit luxuriösen Villen und modernen Bars und Restaurants.
Zur Einstimmung und Erstorientierung empfiehlt sich für Neuankömmlingen per Lift den 187 m hohen Cairo Tower "El Borg" zu erklimmen. Vom Drehrestaurant dieses stilisierten Lotosstängels aus Beton liegt einem Al Qahira, die "Siegreiche" in ihrer ganzen faszinierenden Maßlosigkeit zu Füßen.
Südlich des Turms liegt die
Oper von Kairo
Das anlässlich der Eröffnung des Suezkanals errichtete Schauspielhaus brannte in den 70er Jahren ab. Nach dem Wiederaufbau (ein Geschenk der japanischen Regierung) wurde es als Oper 1988 wiedereröffnet und ist heute Heim der Cairo Opera Company. Die Konzerthalle wird auch vom Cairo Symphony Orchestra und der Cairo Opera Ballet Company genutzt. Die Oper von Kairo hat sich in den letzten Jahren einen guten Ruf erworben und ist fast immer ausverkauft. Die Opernhaus-Anlage beherbergt darüber hinaus mehrere Galerien, darunter das Museum für Moderne Kunst. Bei den Aufführungen herrscht für Männer Krawattenpflicht, Jeans sind deplatziert. http://www.cairoopera.org/
Museumsviertel
Im Komplex der Oper befindet sich das Museum für moderne Kunst (Museum of Modern Art). Das Museum zeigt auf drei Etagen Gemälde, Grafiken, Zeichnungen und Keramiken. Vor dem Gebäude sind 60 Skulpturen ausgestellt.
Insel Rhoda (Rawda Island)
Die Insel Rhoda (Garten) besteht anders als die Insel Gezira schon seit Urzeiten. Schon in der zweiten Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts entstanden auf der Insel bedeutende Bauwerke: eine Werft, ein Nilometer und eine Festung. Rhoda wurde zu einem Stadtviertel mit wunderschönen Residenzen, die am Ufer des Nils lagen und von Gärten umgeben waren. Der Mitte des 19. Jh. errichtete Salamlik Monastirli und der im ersten Drittel des 20. Jh. erbaute Manial-Palast zeugen noch von dieser Wohnweise.
Nilometer (arab. miqyas)
Das Nilometer wurde 715 errichtet und 861 nach seiner Zerstörung bei einer Flut ließ ihn der Abbasidische Kalif al-Mutawakkil neu erbauen. An den Seitenwänden, die der Architekt Ahmad Ibn Muhammad al-Chasib kunstvoll mit Koraninschriften verziert hat, führt eine Treppe hinunter. In einem Schacht, der mit dem Fluss verbunden ist, konnte die Höhe des Wasserstandes abgelesen werden. Die Wasserverteilung wurde entsprechend geregelt.
Manial-Palast
Dieser 1805 bis 1818 erbaute Palast des Prinzen Mohammed Ali Tewfik bestand aus fünf Gebäuden, von denen eines eine Moschee war. Im osmanischen Stil erbaut, ist ein Teil des original möblierten Palastes seit 1955 als Museum zugänglich. Sehenswert sind das Goldene Zimmer im byzantinisch-türkischen Stil und die Moschee. Im Park von Manial hatte sich seit 1964 der Club Mediterranée mit Bungalows und Swimmingpool niedergelassen. Heute sind die Bungalows abgerissen und das Hotel geschlossen.
Als 2004 die Decke im Thronsaal einstürzte, wurde von der Antikenbehörde eine grundlegende Renovierung beschlossen.

