Die Zitadelle
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1176 begonnen von Salah el Din (Saladin, großer Bekämpfer der Kreuzritter), ist ein gewaltiger Festungsbau mit Befestigungswällen, zum Teil aus Steinquadern der kleinen Pyramiden uns sonstigem Material aus Memphis; sie sollte das Land gegen die Angriffe der Kreuzritter schützen.
Im Inneren Moscheen, Paläste, Magazine; sie war lange Zeit die Hauptresidenz von Mohammed Ali und Sitz der Regierung. Nach einer Pulverexplosion 1824 Neubauten in auffallendem Stilgemisch: aijubidisch,
mamlukisch. Mohammed Ali ließ die Festungsmauern zwar erneuern, statt den alten Palast wieder aufzubauen, ließ er eine Moschee errichten. Die Zitadelle besteht heute aus drei Teilen: die untere Festung el-Asab, die Nordfestung el-Ankischarija und die Südfestung, die eigentliche Zitadelle, el-Kalaa (El-Qalaa).
Die Eingänge bilden heute das Nordtor Bab el-Gadid und Bab el-Gabal (Wüstentor) im Osten.
Suleiman Pascha Moschee
Im nördlichen Teil, direkt an der Befestigungsmauer, ist diese als erste im osmanischen Stil erbaute Moschee in Ägypten. Sie wurde 1528 errichtet und ist eine der schönsten Kuppelmoscheen Ägyptens.
Mohammed Ali-Moschee (Alabastermoschee)
Das dominierende und gewaltige Bauwerk der
Zitadelle. Eintritt £E 35.
Von einem Arkaden umkränzten
Hof betritt man den Innenraum der Moschee mit ihren Alabaster verkleideten Wänden. Eine 52 m hohe goldverzierte Kuppel überkrönt das mit dicken Teppichen ausgelegte Innere, dazu vier kleinere Kuppeln in den Ecken und vier Halbkuppeln über den Seiten. Ursprünglich dienten Öllampen der Beleuchtung, aber diese befinden sich mittlerweile im Museum und wurden durch elektrische Leuchten ersetzt. Die eigenwillige Übernahme europäisch-barocker Dekorationselemente wie
Blumengirlanden und Sonnensymbole belegen Mohammed Ali`s Vorliebe für französische Prachtentfaltung. Die beiden schlanken Minarette haben eine Höhe von 82 m. Der Uhrturm im Hof ist ein Geschenk des französischen Königs Louis Philippe an Mohammed Ali zum Dank für den Obelisken aus Luxor, der heute auf der Place de la Concorde in Paris steht. 1849, 19 Jahre nach Baubeginn, aber noch vor Vollendung der Moschee, verstarb Mohammed Ali. Sein Grab befindet sich an der Westseite der Gebetshalle.
Moschee El-Nasir Mohammed Ibn Qala’un
(Sultan al-Nasir Muhammad ibn Qala’un). Die 1335 von Sultan El-Nasir Mohammed erbaute Moschee wurde umfassend restauriert. Für die grünen Fliesen ließ el-Nasir einen Spezialisten aus Persien kommen. Der osmanische Sultan Selim I. ließ 1517 die Marmorverkleidung aus den Innenräumen der Moschee entfernen, um sie nach Istanbul zu bringen. Sehr schön sind die Kasettendecken, sowie die grün, blau und weiß plattierten Köpfe der Minarette. Gegenüber befindet sich das Polizeimuseum. Es zeigt die Geschichte der ägyptischen Polizei von den bis heute.
Harim-Palast (Harim Palace Military Museum)
In den drei Flügeln des Palastes residierte die Familie des Mohammed Ali`s bis 1874, als der Khedive Ismail den Regierungssitz in den Abdin-Palast verlegte. 1946 wurde hier das Militärmuseum eingerichtet. Während der Museumsbesichtigung lohnt es sich einen Blick in das ehemalige Hamam im mittleren Flügel zu werfen, das ganz mit Alabaster ausgekleidet ist.
Museum für Kutschen
Das Museum ist in der ehemaligen Offiziersmesse aus der britischen Kolonialzeit untergebracht. Ausgestellt sind acht Kutschen, vorwiegend aus der Regierungszeit des Khediven Ismail, darunter auch jene, die er bei den Feierlichkeiten anlässlich der Einweihung des Suezkanals 1869 einsetzte.
