Ägypten Wissen

Wissen - B

 

Weil sie mit Betteln ihr Gesicht verlieren würden, halten sich viele Ägypter mit selbst ausgesuchten und erfundenen Jobs über Wasser: Koffer-aus-der-Hand-Reißer, Türaufhalter, Allahu-Akbar-Sager, Wagentür-Zuschlager. Auch die kleinste und abseitigste Handreichung ist eine Dienstleistung, die entlohnt werden soll - aber verkneifen Sie es sich. Bakschisch kann man sinngemäß übersetzen mit "teile, was du hast". Als reicher Mensch - und für die allermeisten Ägypter sind Sie reich, denn Sie konnten sich diese Reise leisten - sind Sie in diesem besonderen Fall dem Moslem gleich gestellt und damit laut Islam zum "zakat", dem Almosen, verpflichtet - circa 2,5 Prozent des Einkommens. Diesen Betrag wird man Ihnen ratenweise abnehmen. Kalkulieren Sie ihn am besten von vornherein in Ihr Reisebudget ein.
Grundsätzlich gilt, dass ein Bakschisch nur begründet, d.h. für Hilfeleistungen oder Dienste, gewährt wird, dann aber in jedem Fall. Bettler weise man mit der Wendung `Allah ja `tik`(Gott gebe dir) ab, aufdringliche Halbwüchsige mit `Ma` fisch bakschisch `(es gibt nichts). Wenn Sie mit Geld den wirklich Armen helfen wollen, geben Sie es am besten dem Scheich einer Moschee, der das Almosen ohne Abzug von Verwaltungsgebühren oder ähnlichem an Bedürftige weitergibt.
Trinkgeld: Selbst wenn zum Beispiel auf einer Speisekarte vermerkt ist, das Trinkgeld sei im Preis enthalten, wird erwartet, dass man die Rechnungssumme noch oben abrundet. Auf alle Restaurantrechnungen kommt ein Bedienungszuschlag von 12-15% und eine Verkaufssteuer / Mehrwertsteuer von 5%; daneben sind weitere 5-10% Trinkgeld üblich. Entweder Sie runden die Rechnungen auf oder, falls Sie den Betrag auf Ihre Zimmerrechnung buchen lassen, legen Sie einfach einen kleinen Pfundschein dazu. Ich schreibe das Trinkgeld immer zusätzlich auf meine Rechnung, denn oft hat man wirklich kein Kleingeld parat. Normalerweise gibt es für jeden Bereich einen Art `Topf `, so dass Ihr Bakschisch jedem anteilig zu Gute kommt. Trinkgeld gibt es aber nicht nur für Kellner, auch etwa Hotelpagen oder Taxifahrer werden bedacht.

erhalten Sie in den kleinen Shops der Hotels oder auf den Postämtern. Geben Sie Ihre Post an der Rezeption ab, dort befindet sich meist ein Briefkasten, der regelmäßig geleert wird. Ihre Urlaubsgrüße brauchen etwa 5 Tage. Wichtige Mitteilungen nur per Kurier (DHL, Fed-Ex) verschicken oder mit Express Mail Service (EMS), einem Kurierdienst der Post, den es bei allen größeren Postämtern gibt.
Siehe auch Post.

Jeden Kontakt mit Nilwasser (vor allem stehendem) vermeiden, da Bilharziose-Infektion droht.

Die großen überregionalen deutschen Zeitungen (SZ, FAZ, Welt, Die Zeit) und Zeitschriften (Spiegel, Stern, Bunte, Focus) bekommt man in Ägypten ein bis drei Tage nach Erscheinen in den meisten größeren Hotels und an den zentralen Zeitungskiosken. In französischer Sprache erscheint die ägyptische Tageszeitung Le Progrès Egyptien, in Englisch die Egyptian Gazette. Informativ sind diese allerdings lediglich, was Nachrichten aus Kultur, Tourismus und Archäologie angeht. Lesenswert sind dagegen die jeden Donnerstag in Englisch erscheinende Al Ahram Weekly und die Al Ahram "Hebdo" in Französisch. Reportagen aus Ägypten und jede Menge Infos über Kultur, Musik, Theater, Literatur und Veranstaltungen beinhaltet die Illustrierte Egypt Today, die monatlich erscheint, inkl. Veranstaltungsterminen. Lesenswert auch: die Middle East Times. Die Preise sind oft überteuert.

 
 
 

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