Wissen - K bis M
Kleidung
Keine Shorts, keine kurzen Röcke oder tief ausgeschnittenen Oberteile, keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit - so wollen es die strengen Sitten des Orients. Leichtbekleidete Damen werden schnell als Prostituierte abgestempelt. Zudem wird Ihnen der Einlass zu den meisten Sehenswürdigkeiten verwehrt. Shorts oder Mini-Röcke können in der Hotelanlage getragen werden, sie sind im Speisesaal aber nicht angemessen. Im Wasser und am Strand darf natürlich normale Bademode angezogen werden. »Oben ohne« und FKK sind streng verboten. T-Shirts gelten in Ägypten als Unterhemden und werden somit nicht in der Öffentlichkeit gezeigt.
Kopfbedeckung, Pullover, Jacke (abends vor allem in der Wüste) - festes Schuhwerk (für Wanderungen), Bedeckung für Schulter und Knie, z.B. großes Tuch, das sich als "Kleidungsstück" für Männer und Frauen eignet (beim Besuch von Klöstern und Moscheen). Eine gute Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung gegen die intensive Sonneneinstrahlung sollten ebenfalls in keinem Koffer fehlen.
Knigge
Andere Länder - andere Sitten. Alltagskultur, Tradition, Verhaltensregeln für den Besuch in einem islamischen Land. Dem Tritt ins` Fettnäpfchen keine zweite Chance bieten: sicher und angemessen auftreten und wie Sie taktvoll auf Ihre Mitmenschen wirken können. Argloses Spielen mit den Fingerspitzen kann in arabischen Ländern zu üblen Schimpftiraden führen. Die Geste ist eine derbe persönliche Beleidigung. Fußsohlen zeigen gilt als schmutzig. Gleiches gilt für die linke Hand. Ungeduld und Hast, damit kann man sich wirklich unbeliebt machen. Freunde für den Moment gewinnen Sie dagegen, wenn Sie sich ein paar Brocken Arabisch angeeignet haben. Frauen sollten, sofern sie keine entsprechenden Absichten verfolgen, darauf verzichten, sich mit Männern alleine zu treffen, sich kumpelhaft zu benehmen und langen Augenkontakt zu halten. Im Zweifelsfall wird ihnen das als stillschweigende Einladung zu Intimerem als nur gemütlichem Beisammensein ausgelegt. Im Gespräch verlangt das Thema Religion besonderes Feingefühl. Ein Bekenntnis zum Atheismus wird auf wenig Verständnis stoßen. Tunlichst lassen sollte man es auch, sich offen für Israels Palästinapolitik zu begeistern. Siehe auch: Einladungen
Kreditkarten
Alle Hotels akzeptieren für die Abschlussrechnung die gängigen internationalen Kreditkarten. Falls die Bank in Ihrem Hotel keine Kreditkarten akzeptiert, gibt es einige Banken (z.B. Misr Bank), an denen Sie mit Ihrer Geheimzahl Geld abheben können. Mehr und mehr greift aber die Unsitte um sich, dass die Provision, die eigentlich der Rechnungssteller zu bezahlen hätte, auf den Preis aufgeschlagen wird. Kreditkartenbetrüger schlagen auch in Ägypten zu und frisieren die Kaufbelege. American Express (Amexco) hat eine Traveler Cheque Card (Kosten 20 EUR) herausgebracht. Sie vereint die Vorteile einer Kreditkarte mit der Sicherheit von Reiseschecks. Vor der Reise wird sie mit einem Betrag von 300 bis 2500 Euro aufgeladen und kann unterwegs via Internet nachgeladen werden. Das Guthaben kann in angeschlossenen Geschäften, Hotels oder bei Geldautomaten eingelöst werden. Bei Verlust der Karte wird es voll ersetzt.
Siehe auch: Geld und Währung
Leitungswasser
Leitungswasser und Brunnenwasser sollte man grundsätzlich meiden, auch bei Eis ist Vorsicht geboten. In den Hotels haben Sie die Möglichkeit, Mineralwasser zu kaufen und in den Supermärkten, weitaus billiger. Fast alle Hotels am Meer verfügen über eine eigene Meerwasserentsalzungsanlage. Das Wasser ist zum Zähneputzen geeignet, zum Trinken jedoch nicht zu empfehlen.
Moscheen
sind für Nicht-Muslime zugänglich. In der Hussein-Moschee am Kairoer Bazar wird einem der Zutritt bisweilen verwehrt. Außerhalb der Hauptstadt sollte man zunächst den Imam um Erlaubnis fragen. In jedem Falle müssen die Schuhe vor dem Betreten ausgezogen werden. Und Frauen bedecken ihr Haar. Für sie werden am Eingang einer Moschee oft Kopftücher ausgegeben. Zu den Gebetszeiten sind Besuche deplaziert.


